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Korrekturphase – Was ist eine Korrekturphase?

Marc von Marc
4. September 2025
in Börsen-Wissen
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Der Begriff Korrekturphase hat in der Praxis zwei klare Bedeutungen. An der Börse meint er eine zeitweise Kurskorrektur nach einer Übertreibung. Oft ist diese von Nervosität begleitet, aber nicht zwingend dauerhaft.

In Organisationen steht Korrekturphase für einen fest geplanten Arbeits- und Prüfzeitraum, der auch in Vorlesungsverzeichnissen genutzt wird. Beiden Lesarten liegt derselbe Kern zugrunde: Anpassung an neue Informationen.

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Im Markt wandelt sich Optimismus schnell in eine Neubewertung, wenn Daten, Zinsen oder Erwartungen sich ändern. Im Verwaltungsalltag bedeutet es eine datenbasierte Überarbeitung. Termine, Räume und Regeln werden überprüft, bis sie belastbar sind.

Diese kurze Definition hilft, die spätere Einordnung sauber zu trennen. Eine Erklärung dafür liefert ein Blick in die Methodik: Korrekturen sind selten eine klare Ursache-Wirkung-Rechnung.

Häufig sind sie eher ein Abgleich mit Beobachtungen – ähnlich einem Korrekturfaktor in Modellen. Dieser passt Rechnungen an reale Messwerte an. In der Wissenschaft finden sich solche Anpassungen in Debatten um Albert Einsteins kosmologische Konstante.

Auch heutige Ansätze zu Dunkler Energie, Dunkler Materie und kosmologischer Inflation nutzen solche Korrekturen. In weniger „exakten“ Feldern wie den Ingenieurwissenschaften treten Nachjustierungen besonders oft auf. Dort sind reale Bedingungen inhomogen, Daten rauschen und Prozesse streuen.

Wird eine Anpassung ohne klare Begründung vorgenommen, spricht man vom „Pfuschfaktor“. Deshalb lohnt es sich, die Logik einer Korrekturphase zu verstehen. Das ersetzt voreilige Schlüsse für Investments oder betriebliche Entscheidungen.

Der Artikel ordnet das Thema Schritt für Schritt ein: Zuerst die Börsenkorrektur mit Begriffen, Größenordnungen und einem Praxisbeispiel aus 2018. Danach folgt die Relevanz für Deutschland und Österreich, inklusive Handlungsrahmen.

Zum Schluss geht es um die Korrekturphase als administrativen Zeitraum, mit einem konkreten Beispiel HS26.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Eine Korrekturphase hat zwei gängige Bedeutungen: Kurskorrektur am Markt und organisatorischer Prüfzeitraum.
  • Im Kern geht es um Anpassung an neue Informationen – nicht um Panik oder Routine um ihrer selbst willen.
  • Eine klare Definition erleichtert die Trennung von Börsenlogik und Verwaltungslogik.
  • Als Erklärung hilft der Vergleich mit einem Korrekturfaktor: Modelle werden an Beobachtungen angeglichen.
  • In Ingenieurwissenschaften sind Korrekturen häufig, weil reale Systeme Rauschen und Streuung zeigen.
  • Der Beitrag führt von der Börse über D/A-Praxis bis zur Korrekturphase im Vorlesungsverzeichnis.

Definition und Erklärung: Was Anleger unter einer Kurskorrektur verstehen

Eine Korrekturphase beschreibt an der Börse einen spürbaren Rückgang nach einer vorherigen Aufwärtsbewegung. Die Definition zielt auf ein typisches Muster: Gewinnmitnahmen, weniger Risikoappetit und neue Bewertungen. Daraus entsteht nicht automatisch ein langer Abwärtstrend.

Für Anleger zählt die Erklärung, was sich im Markt ändert. Häufig geht es um das Tempo: Kurse waren zuvor schnell gestiegen. Dann reicht schon ein kleiner Dämpfer, um Bewertungen neu zu sortieren.

Abgrenzung: Korrektur, Crash und Bärenmarkt

In der Marktbeobachtung wird eine Korrekturphase oft von größeren Brüchen getrennt. Ein Crash bedeutet einen abrupten, starken Einbruch in kurzer Zeit. Ein Bärenmarkt startet meist bei Rückgängen von mehr als 20 Prozent.

Für den S&P 500 zeigt eine Auswertung von Yardeni Research seit 1998: In zehn größeren Rückgängen rutschte der Index nur zweimal in einen Bärenmarkt – während der Dotcom-Krise und der globalen Finanzkrise 2008. An der Börse bleibt die Einordnung immer eine Mischung aus Statistik und Kontext.

Typische Größenordnungen: Rückgänge von rund fünf bis zehn Prozent

Als gängige Definition gelten Rückgänge von etwa fünf bis zehn Prozent als „Korrektur“. Diese Spanne verunsichert Anleger oft, endet aber meist ohne Systembruch.

In einer Korrekturphase rückt das Risikomanagement in den Vordergrund. Liquidität, Stopps, Positionsgrößen und Zeithorizont werden neu geprüft. Die Erklärung bleibt nüchtern: Es geht um Preisanpassung, nicht um Dramaturgie.

Beispiel aus der Praxis: Turbulenzen 2018 und Einordnung über den S&P 500

2018 galt als schwieriges Börsenjahr. Es gab Rückgänge im Februar und März, später folgten weitere Turbulenzen. Seit Jahresbeginn lagen viele Märkte im Minus: europäische Aktien bei -8 Prozent, der DAX bei -14 Prozent und Schwellenländer-Aktien ebenfalls bei -14 Prozent.

Auf Eurobasis wirkte die US-Börse stabiler, weil der Dollar stark war. In einer Marktanalyse von Erik Podzuweit (26. Oktober 2018) wurde der S&P 500 als moderat korrigierend eingeordnet – rund -9 Prozent vom Hoch. Das Rekordhoch von 2.931 Punkten lag zu diesem Zeitpunkt erst wenige Wochen zurück.

Markt/Index (2018, Eurobasis) Richtung seit Jahresbeginn Größenordnung laut Marktbeobachtung Einordnung im Kontext
Europäische Aktien Negativ ca. -8% Breite Schwäche, typisch für eine Korrekturphase nach zuvor höheren Bewertungen
DAX Negativ ca. -14% Stärkerer Rückgang, aber nicht automatisch ein Bärenmarkt
Schwellenländer-Aktien Negativ ca. -14% Empfindlich gegenüber Dollar, Zinsen und Risikoaversion an der Börse
S&P 500 Relativ stabiler auf Eurobasis ca. -9% vom Hoch Moderate Korrektur; Währungseffekt dämpfte die Wahrnehmung in Euro

Warum Erklärungsversuche oft kurz greifen: Zinsen, Unternehmenszahlen, Politik und „Börsenlärm“

In Schlagzeilen werden Korrekturen oft mit steigenden US-Zinsen, schwächeren Unternehmenszahlen, Italiens Schuldenhaushalt oder Donald Trumps America-First-Politik erklärt. 2018 tauchte sogar der Fall Jamal Khashoggi als Stichwort auf. Solche Gründe sind selten allein entscheidend.

Eine Korrekturphase entsteht oft aus vielen Impulsen, die gleichzeitig wirken – Erwartungen, Positionierung, Liquidität und neue Daten. Wer an der Börse nur einer Ursache folgt, landet schnell im reinen Reagieren. Der Fachbegriff Noise-Trading beschreibt dieses Muster: hektische Trades basieren auf täglichem Börsenlärm anstatt auf einer klaren Risiko-Analyse und Planung.

Korrekturphase an der Börse: Wissen für Deutschland und Österreich

Eine Korrekturphase an der Börse ist kein Sonderfall, sondern Teil des normalen Zyklus. Für Deutschland und Österreich lohnt sich der Blick auf globale Leitindizes. Diese sind gut dokumentiert und beeinflussen viele Depots indirekt. So hilft dieses Wissen, Schwankungen einzuordnen ohne Übertreibung.

Was gleichzeitig passieren kann: In der Korrekturphase verhalten sich Anlageklassen oft anders als theoretisch erwartet. 2018 zeigte sich das klar: Auf Eurobasis litten nicht nur Aktien. Auch viele Rentenpapiere standen unter Druck. Rohstoffe waren eine der wenigen Anlageklassen mit Rückenwind. Dennoch machten sie globale Portfolios nicht automatisch stabil.

Anlageklasse Rendite 31.12.2017 bis 26.10.2018 (Eurobasis, Schlussstände) Einordnung für die Praxis
Europäische Staatsanleihen -1% Schwäche trotz „Sicherheits“-Image; Zins- und Bewertungsdruck kann dominieren.
Unternehmensanleihen -2% Spreads können steigen, wenn Risikoaversion zunimmt; Korrelationen verändern sich.
US-Staatsanleihen leichtes Plus (durch starken US-Dollar) Währungseffekt kann Verluste überdecken oder Gewinne verstärken.
Rohstoffe positive Renditen Seltene Stütze im Mix; Reaktion hängt stark von Konjunktur und Dollar ab.

Datenquelle: Bloomberg; Vergangenheitswerte sind keine verlässliche Prognose. Für das Wissen an der Börse zählt vor allem, dass Diversifikation in Stressphasen anders wirken kann als in ruhigen Monaten.

Wie häufig das vorkommt: Im S&P 500 gab es seit 1998 zehn Rückgänge von mindestens zehn Prozent vom jeweiligen Hoch. In acht Fällen blieben die Rückgänge relativ glimpflich. Größere Abwärtsspiralen entstanden nicht. Für Anleger in Deutschland und Österreich ist das ein wichtiger Referenzrahmen. Viele weltweite Aktienstrategien sind stark an den US-Markt gekoppelt.

Wie lange es dauern kann: Die Episoden 2015 und Anfang 2016 fielen jeweils um rund 12 bis 13 Prozent. Nach etwa drei Monaten begann ein Aufschwung. Eine Korrekturphase muss also nicht kurz sein. Meist ist sie aber auch nicht endlos.

Handlungsrahmen für Privatanleger: An der Börse entstehen Renditen als Risikoprämien. Sie sind der Preis für Schwankungen. Wer investiert bleibt, braucht einen Plan, der zum eigenen Risikoprofil passt. Wichtig ist auch, in unruhigen Wochen den Mut zu bewahren, den Plan nicht ständig umzuschreiben. Diese Grundregel gilt in Deutschland wie in Österreich, da die Marktmechanik weltweit ähnlich ist.

  • Ruhe bewahren: Prognosen treffen Wendepunkte selten; ein perfektes Börsenorakel existiert nicht.
  • Langfristig denken: Ziele, Zeithorizont und Liquiditätsbedarf sind wichtiger als Tagesnachrichten.
  • Risiko methodisch steuern: Regelwerke können Bauchentscheidungen ersetzen—zum Beispiel durch schrittweises Umschichten.

Ein Beispiel aus dem Risikomanagement: Bei einer VaR-20%-Strategie kann ein Algorithmus die Aktienquote in 14 Tagen um 6 Prozentpunkte auf rund 66 Prozent senken. Die Reduzierung erfolgt graduell, nicht schlagartig. Dieses Wissen hilft, in Korrekturphasen handlungsfähig zu bleiben. Es verhindert, mögliche schnelle Gegenbewegungen zu verpassen.

Korrekturphase als Arbeits- und Prüfzeitraum: Beispiel aus dem Vorlesungsverzeichnis

Im Hochschulbetrieb hat der Begriff Korrekturphase eine klare Definition: Er steht für ein festes Zeitfenster, in dem Daten im Vorlesungsverzeichnis geprüft und verbindlich vorbereitet werden. Die Erklärung ist praktisch, nicht theoretisch: Verantwortliche gleichen Einträge ab, korrigieren Details und sichern die Datenqualität.

Dieses Wissen hilft, Abläufe zu verstehen, die für Planung, Raumbelegung und Prüfungsorganisation wirtschaftlich relevant sind.

Konkret datiert

Für HS26 ist die Korrekturphase vom 23.03.2026 bis 26.04.2026 angesetzt, also fünf Wochen. Die Publikation des Vorlesungsverzeichnisses ist für den 01.06.2026 vorgesehen. Damit ist der Prüfzeitraum klar getaktet – und die Daten müssen rechtzeitig belastbar sein.

Meilenstein Zeitraum Was in der Praxis passiert
Korrekturphase HS26 23.03.2026–26.04.2026 Prüfen, anpassen oder bestätigen der Einträge in eDoz > Stundenplanung
Publikation VVZ HS26 01.06.2026 Veröffentlichung der bereinigten Datensätze für Lehre und Leistungskontrollen

Zweck

Der Zweck ist eindeutig: Übernahme-Daten aus dem Vorjahr werden in eDoz übernommen und dann geprüft. Je nach Befund folgt eine Anpassung oder eine Bestätigung. So wird aus Rohdaten ein belastbarer Plan – eine Definition von Verbindlichkeit, die für Lehrbetrieb und Prüfungen zählt.

Was Dozierende prüfen

Bei Lehrveranstaltungen geht es um Kerndaten wie Tag, Zeit, Periodizität, Datum und Ort. Auch Belegungseinschränkungen gehören dazu, etwa Zielgruppen, Teilnehmerzahlen und Belegungstermine.

Nur saubere Angaben verhindern Fehlbelegungen und teure Umplanungen. Für die tägliche Arbeit zählt hier vor allem Wissen über die Datenlogik in eDoz – was angezeigt wird und was gemeldet werden muss.

Belegungseinschränkungen werden bei Bedarf an die Stundenplankoordination kommuniziert, damit der Datensatz konsistent bleibt.

Was Examinator:innen prüfen

Bei Leistungskontrollen steht die Frage im Zentrum, wie die Lerneinheiten geprüft werden. Geprüft werden Prüfungsmodus, Hilfsmittel, Leistungselemente und Termine. Hilfsmittel sollten so beschrieben sein, dass die Kontrolle vor oder während der Prüfung eindeutig und möglichst störungsfrei möglich ist.

Leistungselemente werden im Vorlesungsverzeichnis unter „Leistungskontrolle > Zusatzinformation zum Prüfungsmodus“ publiziert. Für Semesterendprüfungen werden Datum, Uhrzeit und – falls bekannt – der Raum erfasst; Räume müssen vorher reserviert werden.

Prüfungsdaten können bis Ende der 7. Semesterwoche eingetragen werden und erscheinen in myStudies. Für On-Campus Online-Prüfungen werden die Prüfungsdaten eine Woche vorher zur Überprüfung gemeldet, typischerweise bis Ende der 6. Semesterwoche.

Falls eine Fernprüfung für eine schriftliche Prüfung nicht möglich ist, ist eine Angabe mit Begründung erforderlich.

Verbindlichkeit nach Publikation

Nach Ende der Korrekturphase sind Rückmeldungen zu Lehrveranstaltungen und Leistungskontrollen nicht mehr direkt über eDoz vorgesehen. Nachträgliche Änderungen laufen dann über definierte Wege, etwa per E-Mail oder telefonisch an die zuständige Stundenplankoordination.

Ab Semesterbeginn gelten die publizierten Informationen zur Leistungskontrolle als verbindlich; spätere Änderungen sind nur über klar geregelte Freigaben möglich.

Parallel dazu müssen Katalogdaten vollständig sein, etwa Titel und Beschreibungen sowie Lernziele in Original- und englischer Sprache. Kompetenzen werden in eDoz unter „Katalogdaten“ aus den Kategorien „Nicht gefördert“, „Gefördert“ und „Geprüft“ ausgewählt.

Unterrichtsmaterialien lassen sich zentral pflegen und bei Bedarf auch im Semester ergänzen – die Korrekturphase bleibt dennoch der zentrale Prüfpunkt für belastbare Datensätze.

Fazit

Die Korrekturphase hat zwei klare Lesarten. An der Börse steht sie für eine wiederkehrende Kursanpassung von meist fünf bis zehn Prozent. Für Deutschland und Österreich hilft dieser Rahmen, Rückgänge nüchtern zu bewerten.

So werden sie nicht unnötig dramatisiert. Ein Blick auf den S&P 500 bestätigt dieses Muster: Seit 1998 gab es zehn Rückgänge von mindestens zehn Prozent. Bärenmärkte mit über 20 Prozent Minus traten nur in zwei großen Krisen auf – der Dotcom-Krise und der Finanzkrise 2008.

Datenquellen wie Bloomberg oder Yardeni Research ordnen solche Phasen besser ein als lautstarke Deutungen im Tagesgeschäft. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass Diversifikation nicht jede Korrekturphase abfedert. 2018 fielen Aktien und Anleihen teils gleichzeitig, während Rohstoffe zulegten – ein Hinweis auf wechselnde Korrelationen.

Wer in Deutschland investiert und Österreich berücksichtigt, sollte Kennzahlen, Zeiträume und Liquidität beobachten, nicht nur Schlagzeilen lesen. In Organisationen bezeichnet die Korrekturphase einen festen Prozess mit klaren Zuständigkeiten und Terminen. Das Beispiel HS26 vom 23.03.2026 bis 26.04.2026 zeigt, wie eDoz und myStudies Daten überprüfen.

Nach der Veröffentlichung des VVZ am 01.06.2026 entsteht Verbindlichkeit. Für Entscheider gilt in beiden Welten dasselbe Prinzip: regelgebunden handeln und Börsenlärm von belastbaren Fakten trennen.

FAQ

Was bedeutet „Korrekturphase“ – und warum hat der Begriff zwei Bedeutungen?

„Korrekturphase“ hat eine klare Doppelbedeutung. An der Börse bedeutet sie eine zeitlich begrenzte Kurskorrektur nach zuvor gestiegenen Kursen.In Organisationen – etwa im Vorlesungsverzeichnis – bezeichnet sie einen fest terminierten Zeitraum. In diesem werden Daten geprüft, angepasst oder bestätigt.

Wie lautet die Definition einer Kurskorrektur aus Sicht von Anlegern?

Anleger verstehen unter einer Kurskorrektur meist einen spürbaren, aber begrenzten Rückgang nach einer Phase starker Kursgewinne. Wichtig ist die Abgrenzung.Eine Korrekturphase ist nicht automatisch der Beginn eines langfristigen Abschwungs. Häufig stellt sie eine Anpassung an neue Informationen und Erwartungen dar.

Worin liegt der Unterschied zwischen Korrektur, Crash und Bärenmarkt?

Eine Korrektur gilt oft als Rückgang im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Schwere Kurseinbrüche von mehr als 20 Prozent werden als Bärenmarkt bezeichnet.Der Begriff Crash wird für besonders schnelle und schockartige Einbrüche genutzt. Er ist weniger strikt definiert als die 20-Prozent-Schwelle beim Bärenmarkt.

Welche Größenordnung ist bei einer Börsenkorrektur typisch?

Häufig wird ein Rückgang von rund fünf bis zehn Prozent als „Korrektur“ eingeordnet. Diese Größenordnung zeigte sich 2018 bei globalen Aktienmärkten (auf Eurobasis) seit Anfang Oktober.

Was zeigt das Praxisbeispiel 2018 über Korrekturphasen?

2018 war ein schwieriges Börsenjahr mit Rückgängen im Februar, März und späteren Turbulenzen. Viele Märkte lagen seit Jahresbeginn im Minus: Europäische Aktien -8 %, DAX -14 %, Schwellenländer-Aktien -14 %.Die Korrektur beim S&P 500 wurde als moderat eingestuft – minus 9 % vom Hoch, wenige Wochen nach dem Rekordhoch von 2.931 Punkten.

Warum sind Schlagzeilen-Erklärungen für Korrekturen oft wenig hilfreich?

Auslöser für Korrekturphasen werden oft schnell genannt – etwa steigende US-Zinsen, schwache Unternehmenszahlen oder politische Ereignisse. Für Anleger bieten sie meist wenig Entscheidungshilfe.Korrekturen entstehen oft aus vielen gleichzeitig wirkenden Impulsen. Wer nur auf tägliche Deutungen reagiert, landet leicht im Noise-Trading, also im schädlichen Handeln nach „Börsenlärm“ statt systematisch.

Welche Quellen und Kennzahlen liegen der Einordnung 2018 zugrunde?

Die Einordnungen stammen aus einer Marktanalyse von Erik Podzuweit vom 26. Oktober 2018. Daten kamen von Bloomberg und Yardeni Research, unter anderem für S&P-500-Korrekturen seit 1998 (logarithmisch).Der betrachtete Zeitraum war 31.12.2017 bis 26.10.2018, 12 Uhr, stets auf Eurobasis.

Warum ist der S&P 500 als Referenz für Deutschland und Österreich so wichtig?

Für Investoren in Deutschland und Österreich ist der S&P 500 ein zentraler Referenzindex. Er ist statistisch gut dokumentiert und beeinflusst globale Portfolios stark.Seine Historie ermöglicht Vergleiche über viele Marktphasen. Das fördert Einordnung, Wissen und Risikoverständnis.

Was kann in einer Korrekturphase gleichzeitig an den Märkten passieren?

2018 fiel nicht nur Aktien: Europäische Staatsanleihen lagen bei -1 %; Unternehmensanleihen bei -2 %. US-Staatsanleihen erzielten wegen starkem Dollar leichtes Plus in Euro.Rohstoffe legten hingegen ordentlich zu und boten positive Renditen. Dies belastete diversifizierte Portfolios.

Wie häufig kommen Korrekturen im S&P 500 vor?

Seit 1998 ereigneten sich im S&P 500 laut Auswertung zehnmal Rückgänge von mindestens zehn Prozent vom jeweiligen Hoch. In acht Fällen verliefen Korrekturen glimpflich.Diese endeten vor größeren Abschwüngen und alte Höchststände wurden schnell wieder erreicht.

Wie oft wurde aus einer Korrektur ein Bärenmarkt?

Seit 1998 trat ein Bärenmarkt (mehr als 20 Prozent Rückgang) nur in zwei von zehn Fällen auf: der Dotcom-Krise nach der Jahrtausendwende und der globalen Finanzkrise 2008.

Wie lange dauert eine Korrekturphase oft – und wie schnell kann die Erholung kommen?

Die Dauer variiert, doch Beispiele zeigen schnelle Erholungen. Die Korrekturen 2015 und Anfang 2016 folgten rasch aufeinander. Dabei fiel der S&P 500 jeweils um 12 bis 13 Prozent.Nach rund drei Monaten setzte wieder ein neuer Aufschwung ein.

Was ist ein sinnvoller Handlungsrahmen für Privatanleger in Korrekturphasen?

Ein rationaler Ansatz ist ruhig zu bleiben und langfristig zu denken. Renditen an Aktienmärkten gelten als Risikoprämien und erfordern das Aushalten von Wertschwankungen.Prognosen sind begrenzt. Kein Börsenorakel sagt Rückschläge zuverlässig voraus oder vermeidet jede Abwärtsphase.

Wie hilft systematisches Risikomanagement gegen impulsive Entscheidungen?

Regelgebundene Entscheidungen können helfen, extreme Verluste in Bärenmärkten abzufedern. Ein Beispiel ist eine schrittweise Umschichtung: Bei einer VaR-20%-Strategie reduziert ein Algorithmus die Aktienquote innerhalb von 14 Tagen um 6 Prozentpunkte auf etwa 66 Prozent.Das geschieht graduell statt schlagartig, um v-förmige Erholungen nicht zu verpassen.

Was meint „Korrekturfaktor“ – und wie passt das zur Idee der Korrekturphase?

Ein Korrekturfaktor ist eine ad hoc Zahl in Modellen, um Berechnungen an Beobachtungen anzupassen. Die Logik ähnelt Korrekturphasen.Es geht oft nicht um einfache Ursache-Wirkung, sondern um Anpassung an neue Daten. Beispiele sind Einsteins kosmologische Konstante sowie Terme zu Dunkler Energie, Dunkler Materie und kosmologischer Inflation.

Was ist mit „Pfuschfaktor“ gemeint – und warum ist das eine Warnung?

In weniger exakten Disziplinen wie den Ingenieurwissenschaften sind Anpassungen häufiger wegen Inhomogenitäten und Rauschen. Wenn diese jedoch unmotiviert wirken, spricht man abwertend vom Pfuschfaktor.Für Anleger bedeutet das Vorsicht: Erklärungen oder Modelle, die nur rückblickend passend gemacht werden, sind riskant.

Wann findet die Korrekturphase HS26 im Vorlesungsverzeichnis statt?

Die Korrekturphase für Dozierende und Examinator:innen im HS26 ist terminiert vom 23.03.2026 bis 26.04.2026. Sie dauert fünf Wochen. Das VVZ wird am 01.06.2026 veröffentlicht.

Was ist der Zweck dieser administrativen Korrekturphase?

Ziel ist die Überarbeitung der vom Vorjahr übernommenen Datensätze. Dozierende und Prüfende müssen Angaben in eDoz unter eDoz > Stundenplanung prüfen, anpassen oder bestätigen.So wird die Datenqualität vor Publikation sichergestellt.

Welche Lehrveranstaltungsdaten müssen Dozierende in eDoz prüfen?

Dozierende prüfen Kerndaten wie Tag, Zeit, Periodizität, Datum und Ort. Auch Belegungseinschränkungen wie Zielgruppen oder Teilnehmerzahl sind wichtig.Melden sie Einschränkungen, erfolgt das per Mitteilung an die Stundenplankoordination.

Was müssen Hauptexaminator:innen bei Prüfungen und Leistungskontrollen kontrollieren?

Entscheidend ist die Frage: Wie werden die Lerneinheiten geprüft? Hilfsmittel bei schriftlichen Prüfungen müssen klar formuliert sein, was zulässig ist.Leistungselemente müssen im Vorlesungsverzeichnis unter „Leistungskontrolle > Zusatzinformation zum Prüfungsmodus“ veröffentlicht werden.

Welche Termine sollten bei Semesterendprüfungen erfasst werden – und wo sind sie sichtbar?

Bei Semesterendprüfungen sollen Datum, Uhrzeit und Raum (sofern bekannt) erfasst werden. Räume müssen vorab reserviert sein.Prüfungsdaten können bis Ende der 7. Semesterwoche eingetragen werden und erscheinen in myStudies.

Welche Fristen gelten für On-Campus Online-Prüfungen und besondere Prüfungsformen?

Für On-Campus Online-Prüfungen müssen Prüfungsdaten eine Woche vorher, also bis Ende der 6. Semesterwoche, gemeldet werden.Wenn eine Fernprüfung nicht möglich ist, muss das angegeben und begründet werden.

Was gilt nach Ende der Korrekturphase – und wie laufen nachträgliche Änderungen?

Nach der Korrekturphase können Dozierende und Examinator:innen keine Rückmeldungen mehr direkt über eDoz melden. Änderungen müssen per E-Mail oder telefonisch an die Stundenplankoordination gehen.Die Angaben zur Leistungskontrolle im Vorlesungsverzeichnis sind ab Semesterstart verbindlich. Spätere Änderungen benötigen die Bewilligung des Prorektors Studium.

Welche zusätzlichen Datensätze sind in eDoz wichtig – etwa Katalogdaten und Kompetenzen?

A: Katalogdaten wie englischer Titel, Kurzbeschreibung und Lernziel in Original- und englischer Sprache sind Pflicht. Kompetenzen werden in eDoz unter „Katalogdaten“ aus Kategorien wie „Nicht gefördert“, „Gefördert“ und „Geprüft“ ausgewählt.Unterrichtsmaterialien wie Websites, Podcasts oder Literatur sollten zentral bereitgestellt und auch während des Semesters ergänzt werden können.
Tags: börsebörsenbegriffebörsenwikibörsenwissen
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Marc

Marc

Marc ist Finanzredakteur mit Schwerpunkt Kapitalmärkte, Unternehmensanalyse und wirtschaftspolitische Entwicklungen. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Börsenmechanismen, Bewertungsmodellen und makroökonomischen Zusammenhängen und legt besonderen Wert auf eine sachliche, faktenbasierte Einordnung. Seine Beiträge im Finanz-Journal verbinden analytische Tiefe mit klarer Sprache. Komplexe Finanz- und Rechtsthemen bereitet er strukturiert auf – mit dem Ziel, Leserinnen und Leser in die Lage zu versetzen, wirtschaftliche Entwicklungen eigenständig zu bewerten und fundierte Entscheidungen zu treffen.

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